So arbeitet er
Eine Rechnung erreicht Sie selten dort, wo sie hingehört: als PDF im Sammelpostfach, als Beleg im Lieferantenportal, als Scan aus der Poststelle. Der Rechnungs-Sachbearbeiter nimmt alle drei Wege an, liest den Beleg vollständig aus und sucht die passende Bestellung. Er vergleicht Menge, Preis und Position mit Bestellung und Lieferschein, rechnet nach, prüft die Steuersätze und schaut auf die Uhr: Skontofrist, Zahlungsziel, Fälligkeit. Aus Ihrem Kontierungsregelwerk leitet er Sachkonto, Kostenstelle und Steuerschlüssel ab und legt den Vorschlag mit Begründung an. Was stimmig ist, liegt morgens freigabefertig bereit. Was nicht stimmt, liegt daneben, mit Angabe des Grundes. Nach der Freigabe lässt er die Buchung im ERP ausführen oder stellt den Beleg für den DATEV-Export bereit, je nachdem, wo Ihre Buchhaltung sitzt.
Was er nicht tut
Er entscheidet nicht über Geld. Keine Buchung ohne Freigabe, keine Zahlung ohne menschliche Unterschrift, keine stille Korrektur einer Abweichung. Findet er eine Preisdifferenz zur Bestellung, stellt er beide Werte nebeneinander und benennt die Differenz, statt sie glattzuziehen. Fehlt der Bestellbezug ganz, hält er die Rechnung an. Wiederkehrende Belege ohne Bestellung, etwa Miete oder Leasing, ordnet er dem hinterlegten Vertrag zu und legt sie vor, solange Ihr Team dafür keine Regel freigegeben hat. Er verhandelt auch nicht mit Lieferanten: Reklamationen, Mahnungen und Zahlungsvereinbarungen bleiben bei Ihrem Team. Genau diese Grenze macht ihn brauchbar für die Buchhaltung: die Vorarbeit gibt sie ab, die Verantwortung behält sie.
Was Sie in der Probezeit sehen
Kennzahlen weisen wir erst aus, wenn Sie sie in Ihrem Betrieb gemessen haben. In der Probezeit erheben wir vier Werte: wie viele Rechnungen er ohne Rückfrage bis zur Freigabe vorbereitet, wie oft Ihr Team den Kontierungsvorschlag unverändert übernimmt, wie viele Skontofristen gehalten werden und wie lange ein Beleg vom Eingang bis zur Buchung braucht. Die Ausgangswerte dafür nehmen wir vor dem ersten Arbeitstag auf, sonst ist der Vergleich wertlos. Jede Korrektur aus der Probezeit wird zur Regel: Was Ihr Team einmal entschieden hat, entscheidet er beim nächsten Lieferanten gleich. Nach der Übernahme stehen dieselben vier Werte im monatlichen Leistungsreport, zusammen mit den Fällen, die er vorgelegt hat.