Was die Telefon-Assistentin am Tag übernimmt
Drei Anrufe, wie sie in jedem Vorgangsbetrieb täglich mehrfach ankommen.
Ein Fahrer meldet sich und will wissen, ob sein Fahrzeug am Freitag aus der Werkstatt kommt. Die Telefon-Assistentin identifiziert den Vorgang über das Kennzeichen, liest den Status im System, nennt den zugesagten Termin und die noch offene Freigabe der Werkstattrechnung. Der Anruf ist beantwortet, ohne dass ein Sachbearbeiter ihn gesehen hat.
Eine Mieterin fragt, ob ihre Schadensmeldung von vergangener Woche angekommen ist und wann der Handwerker kommt. Die Telefon-Assistentin findet die Meldung über Objekt und Name, nennt Eingangsdatum, beauftragten Betrieb und vereinbarten Termin. Fehlt eine Unterlage, sagt sie, welche, und notiert die Zusage der Mieterin im Vorgang.
Ein Anrufer will wissen, warum sein Kostenvoranschlag noch nicht freigegeben ist. Sie nennt den Stand und den nächsten Schritt. Über den Grund einer Entscheidung spekuliert sie nicht: Sie nimmt den Rückrufwunsch auf, legt ihn strukturiert im Vorgang ab und sagt, in welchem Zeitraum zurückgerufen wird.
Dazu kommt die unsichtbare Hälfte der Arbeit. Jedes Gespräch steht als Notiz im Vorgang, jeder Rückrufwunsch in einer Liste statt auf einem Zettel, jede genannte Unterlage als offener Punkt. Ihr Team beginnt den Tag nicht mehr mit der Frage, wer gestern Nachmittag angerufen hat und was besprochen wurde.
Wo die Auskunft aufhört und der Mensch anfängt
Sie gibt Auskunft. Sie entscheidet nicht, sagt nichts zu und verhandelt nichts. Diese Grenze ist keine technische Einschränkung, sondern die Stellenbeschreibung:
- Auskunft ja, Zusage nein. Alles mit Geld- oder Fristfolge geht an einen benannten Menschen.
- Emotion und Konflikt gehen sofort weiter, mit dem bisherigen Gesprächsverlauf, damit der Anrufer nichts wiederholen muss.
- Wer ausdrücklich einen Menschen verlangt, bekommt einen, ohne Rückfrage.
- Was sie im System nicht belegen kann, sagt sie nicht. Ein leeres Feld wird zur Übergabe, nicht zur Vermutung.
Dahinter steht dieselbe Arbeitsteilung, die ein Digitaler Mitarbeiter auch im Posteingang hat: Ihre Anwendung nimmt den Vorgang roh entgegen, der Digitale Mitarbeiter versteht ihn und schlägt vor, ein Mensch gibt frei, das System schreibt das Ergebnis. Am Telefon heißt das: Die Telefonanlage nimmt den Anruf, die Telefon-Assistentin liest und antwortet, die Entscheidung bleibt bei Ihnen, und die Gesprächsnotiz landet im Vorgangssystem.
Was wir für diese Stelle nicht behaupten
Für den Posteingang liegen gemessene Werte vor: Bei einem Referenzkunden mit 75 Nutzern sank die Bearbeitungszeit je Vorgangs-Mail um rund ein Drittel (Angabe der Geschäftsführung, September 2026), die Prozesskosten des Kostenvoranschlagsprozesses von 179.000 auf 90.000 Euro im Jahr (intern erhoben, Vergleich Dezember 2025 zu Mai 2026).
Für die Telefon-Auskunft haben wir solche Werte nicht. Wir könnten sie hier hinschreiben, und niemand würde nachrechnen. Wir tun es nicht: Kennzahlen weisen wir erst aus, wenn Sie sie in Ihrem Betrieb gemessen haben. Deshalb beginnt diese Stelle mit einer Baseline aus Ihren eigenen Anrufen und einer Probezeit, in der Sie wöchentlich sehen, was sie beantwortet hat und was sie übergeben hat. Der Beweis für diese Stelle entsteht bei Ihnen, nicht in unserer Copy.
Die vollständige Stellenbeschreibung mit Aufgaben, Freigaben und Arbeitsumgebung steht im Steckbrief der Telefon-Assistentin.
So rechnen wir
Der Maßstab ist nicht der Preis eines Sprachdialogs pro Minute, sondern die Vollkosten der Stelle, die heute am Telefon hängt. Nach unserer eigenen Vollkostenrechnung liegt eine Sachbearbeiter-Stelle im Mittelstand bei 55.000 bis 70.000 Euro im Jahr: Bruttogehalt, Arbeitgeberanteile, Arbeitsplatz, Vakanzzeit, Einarbeitung, Fluktuation. Das ist unsere Kalkulation und keine Marktstatistik, und wir legen sie im Erstgespräch offen neben Ihre Zahlen.
Bezahlt wird dann wie eine Stelle: ein Einstellungsprogramm zum Festpreis für Stellenprofil, Einarbeitung, Bau und Probezeit, danach ein Monatspreis, in dem Führung, Weiterbildung, Betrieb, Modellkosten, SLA und Leistungsreport enthalten sind. Keine Lizenz je Anschluss, keine Abrechnung nach Gesprächsminuten, keine Tagessätze für Änderungen. Wie diese Rechnung im Detail aussieht, steht im Artikel Was kostet ein KI-Mitarbeiter?.
Für wen diese Stelle passt
Die Telefon-Assistentin lohnt sich dort, wo viele Anrufer denselben Satz sagen: „Ich wollte nur wissen, wie es steht.“
- Versicherung und Schadenmanagement: Bei 25,3 Mio. Schadenfällen im Jahr in der deutschen Schaden- und Unfallversicherung (GDV, Statistik 2024) fragen Versicherungsnehmer, Werkstätten und Makler laufend nach dem Stand der Regulierung, und der Innendienst, der ihnen antwortet, wird älter.
- Immobilien und Hausverwaltung: Mieter fragen nach Schadensmeldung, Handwerkertermin und Betriebskostenabrechnung. Die Auskunft steht in der Akte, sie muss nur jemand geben, der gerade Zeit hat.
- Flotte und Fuhrpark: Fahrer und Werkstätten fragen nach Freigaben, Ersatzfahrzeug und Rückgabetermin. Diese Anrufe kommen morgens, genau dann, wenn die Disposition ohnehin ausgelastet ist.
Der gemeinsame Nenner ist nicht die Branche, sondern der Vorgang: Es gibt eine Akte, sie hat einen Stand, und der Stand ist telefonisch abfragbar, ohne dass jemand entscheiden muss.
Häufige Fehlannahmen
„Anrufer wollen keine Maschine.“ Anrufer wollen eine Antwort. Die Alternative ist heute selten ein Mensch, sondern eine Warteschleife, eine Mailbox oder ein Rückruf am nächsten Tag. Wer beim ersten Klingeln eine belastbare Auskunft bekommt und auf Wunsch sofort zu einem Menschen kommt, beschwert sich selten über den Weg dorthin.
„Unsere Anrufe sind zu individuell dafür.“ Ein Teil ist es. Deshalb messen wir im Stellenprofil zuerst, welcher Anteil Ihrer Anrufe reine Auskunft ist. Liegt dieser Anteil niedrig, sagen wir das im Erstgespräch und schlagen eine andere Stelle vor. Liegt er hoch, ist er die Stelle, die Ihr Team am schnellsten spürt.
„Ohne saubere Daten im System funktioniert das nicht.“ Sie liest, was da ist. Wo ein Feld leer oder widersprüchlich ist, gibt sie keine Auskunft, sondern übergibt und vermerkt die Lücke. Genau diese Vermerke sind nach ein paar Wochen die ehrlichste Liste der Datenprobleme, die Ihr Vorgangssystem hat. Ein KI-Agent, der schweigt, wenn er nichts weiß, ist wertvoller als einer, der immer etwas sagt.
Der nächste Schritt
Bringen Sie einen typischen Vormittag Ihrer Telefonliste mit: welche Fragen kamen, zu welchen Vorgängen, wie oft es nur um den Stand ging. In 30 Minuten sagen wir Ihnen, ob die Telefon-Auskunft bei Ihnen die Stelle mit dem größten Hebel ist oder ob eine andere zuerst besetzt gehört. Auch ein ehrliches „noch nicht“ ist ein Ergebnis.
Kostenloses Erstgespräch buchen